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krankengymnastik_atemtherapie

Atemtherapie

Ist eine am Atem des Menschen orientierte Körpertherapie.

Wir atmen in der Regel unbewusst. Das ist die natürliche Atmung.
Wir können allerdings unsere Atmung anhalten oder lenken, ihn willentlich beeinflussen. Eine dritte Möglichkeit besteht in der Zulassung eines gelassenen Atems, der das vegetativen Nervensystems beruhigt oder anregt.
Unsere Atmung spiegelt unseren gesamten Zustand wider. Er reagiert auf Einflüsse der Außenwelt, zeigt aber auch wie es mit uns im Inneren ist. Bei einem lauten Geräusch atmen wir schneller, bei Angst stockt die Atmung, bei Freude fließt die Atmung frei und großzügig.

So wird unsere Atmung beeinflusst:

  1. Seelisch: durch Freude, Lust, Trauer, Wut, Angst
  2. körperlich: bei Sport oder Ruhe
  3. geistich: bei Vorstellung ( Visualisierung ) von verschiedenen Situationen, Träumeund Gedanken

Die natürliche Atmung ist eine fließende, ungehinderte und freie Atmung durch den ganzen Körper.
Der natürliche Atemrythmus ist oft beeinträchtigt durch, Fehlhaltungen, Muskelverspannungen, Krankheiten, seelische Probleme, Überbelastung und Stress.
Das Ziel der Atemtherapie ist wieder Ihren eigenen Atemrythmus zurückzufinden.
Dabei kommt es zu einer verbesserten Wahrnehmung des Körpers und der Psyche.

Durch die entspannte Atmung kommt es zu einer verbesserten Durchblutung, Anregung des Stoffwechsels, Zunahme der Elastizität im Brust- und Beckenraum. Verspannungen und Blockaden werden abgebaut. Die Zwerchfellbewegung und Verdauung werden angeregt.
Auf der psychologischen Ebene stärkt Atemtherapie die Persönlichkeit und das Selbstbewusstsein. Man kommt mit sich selbst ins Gespräch und stellt eine Verbindung zu sich selbst her.

Auf der körperlichen Ebene vermag Atemtherapie die Selbstheilungskräfte zu mobilisieren und fördert dadurch die Gesundheit bzw. die Genesung. Atemtherapie wird als zusätzliche Maßnahme z.B. bei folgenden Erkrankungen und funktionellen Störungen empfohlen:

  • Chronische Lungenerkrankungen wie Asthma bronchiale, Emphysem, sowie funktionelle Störungen der Lunge
  • Funktionelle Störungen des Herz- und Kreislaufsystems
  • Degenerative und funktionelle Störungen des Bewegungsapparates
  • Probleme mit der Stimme
  • Erschöpfung- und Spannungszustände
  • Migräne
  • Funktionelle Störungen des Verdauungstraktes
  • Depressionen, Ängste und Fobien
  • Psychosomatische Störungen
  • begleitend bei Krebskrankheiten, Lebenskrisen, Raucherentwöhnung und nach Operationen